Für Angehörige & Freunde von Mobbingopfern

 

Für: Ehe- & Lebenspartner, Schwiegermütter & Mütter, Väter & Schwiegerväter, erwachsene Kinder, Freunde (bzw. solche, die sich dafür halten) & Bekannte 

 

 

 

  

Mobbingbetroffene bzw. Mobbingopfer sind (je nach Stadium der Fortgeschrittenheit) psychische Gewaltopfer (wie Stalkingopfer).

 

Man weiß, dass Mobbing & systematisierte psychische Gewaltausübung bzw. "Psychoterror" über einen längeren Zeitraum die GLEICHEN Auswirkungen hat wie zB bei einem traumatischen Einzelerlebnis (Vergewaltigung, Kriegserlebnis etc.).

 

Mobbingopfer sind sehr oft TRAUMAPATIENTEN, Menschen, die an einer schweren Depression und/oder posttraumatischen Belastungsstörung leiden.

 

Siehe bitte dazu den ärztlichen Fachbericht:

HILFLOSE HELFER IN DIAGNOSTIK UND PSYCHOTHERAPIE von Dr. Argeo Bämayr.

 

Auszug:

Mobbing als Ursache von Krankheiten wurde inzwischen in die Lehrbücher der Psychotraumatologie aufgenommen; dies gilt aber noch nicht für die allgemeine medizinische Diagnostik – mit fatalen Folgen für Mobbingopfer bei Begutachtung und Therapie.

Wir Mobbingbetroffene (-opfer) wurden systematisch psychisch zerstört, durch eine (Firmen-, Schul-)Umgebung, die uns ignoriert hat, mundtot gemacht hat, schikaniert und ausgegrenzt hat, entwürdigt und entrechtet hat, und uns mit dem subtilem Psychoterror von vermeintlichen Hilfen (BR, Führungskräfte, auch Supervisoren, die mit der Personalabt. zusammenarbeiten) zu verstehen gegeben hat, dass wir nicht "richtig ticken", ja, nur "zu sensibel" seien, "nichts aushalten", "uns alles einbilden", alles ja nur "auf uns beziehen würden", falsch wahrnehmen, dass das alles ja gar nicht so ist, etc...

 

Und natürlich: Aufruf zum Stillschweigen über die betreffende Situation, denn "Mobbing gibts nicht" und wer es äußerst, dem wird "ordentlich gegeben." Zunehmend wird der gesamte Druck rund um uns erhöht, der/die MobbingtäterInnen beziehen das gesamte Firmennetzwerk mit ein, um uns zu zerstören.

Und alle sehen zu. 

Bestenfalls.

Denn die meisten machen mit.

Aus Schadenfreude.

Aus Angst, selbst der nächste zu sein. 

Viele Mobbingopfer vergleichen diese Situation sogar mit der NS-Zeit, ich erhalte öfter Zuschriften, wo konstatiert wird: "Wie bei der Stasi" etc...

Das Mitläufertum im Betrieb..., die Netzwerke, die rundum arbeiten... 

 

Irgendwann in diesem riesigen Verleumdungssystem und nach oft jahrelangem Kampf um Gehört- und Respektiertwerden, bzw. aussichtslosen Bemühungen um Lösung wurden wir (schwer) krank. 

 

Wir wissen, dass Mobbing für Angehörige/Freunde (A/F) schwer belastend sein kann, insbesondere, weil sich Mobbing -definitionsgemäß - auch meist über eine längere Zeitdauer erstreckt.

 

Es ist legitim, dass sich A/F wünschen, wenn die Mobbingsituation beendet ist, dass dann wieder alles "so ist wie früher". 

 

Legitim: ja.       Wahrscheinlich jedoch nicht.

 

Solange Mobbingopfer IN der Mobbingsituation sind, wird eine Heilung bzw. Besserung der psych. Befindlichkeit kaum eintreten.

 

Wenn Mobbingopfer die Situation beendet haben (Versetzung?, Eigenkündigung, Kündigung DG), wird es höchstwahrscheinlich eine ganze Zeitlang dauern, bis sich - nach jahrelangem Psychoterror - eine dauerhafte und stabile Besserung des psych. Befindens einstellt. Auch, wenn Medikation dies unterstützt und Psychotherapie in Anspruch genommen wird, bzw. auch Selbsthilfegruppentreffen.

 

Deshalb wäre es von Vorteil, wenn Sie sich mit Mobbing und dessen Folgen auch auseinandersetzen würden, diesbezüglich kann ich auf unser Wissensportal verweisen, im Speziellen auf die Register "BÄMAYR" und "TEUSCHEL" sowie deren Fachbücher.

Dr. Teuschel hat auch einen sehr guten BLOG, wo man sich viele Infos holen kann, der sehr praxisnah ist, und äußerst informativ. Sie finden den Link zum Blog "SCHRÄGLAGE" auch rechts in der Leiste auf unserer Website zum Anklicken. 

Eine Möglichkeit wäre, wenn Sie als A/F mit dem Erkrankten sprechen, ev. auch gemeinsam eine Therapiestunde ausmachen, oder gemeinsam zum Psychiater-Termin gehen, damit Ihnen auch dieser aufklärend zur Seite stehen kann.

 

Dass es für A/F ebenso eine schwere Zeit sein kann, mitansehen zu müssen, wie schlecht es dem Gegenüber geht, und nicht helfen zu können (weil es bei Mobbing zumeist keine "effektive konstruktive" Lösung gibt -sonst wäre es nicht Mobbing...), ist uns klar. Aber auch WIR können die Situation nicht besser bewältigen, als wir es ohnehin mit aller Kraft versuchen.

 

Eines ist jedoch ziemlich sicher: JEDER weitere DRUCK verschlechtert unser Befinden. Denn wir haben viel zu lange viel zu viel Druck erleben müssen.

 

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HILFE UND BERATUNG FÜR A/F psychisch erkrankter Menschen finden Sie u.a. hier: 

 
Beratung & Information    Tel: 0316/81 63 31
Kostenlose Einzelberatung für Angehörige             
psychisch erkrankter Menschen in Graz:               Zur Online-Beratung
 
DI 15.00 - 17.00 Uhr & DO 9.00 - 11.00 Uhr.
Tummelplatz 9 (im Hof), 8010 Graz            
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Sie haben sich das nicht SO vorgestellt? Glauben Sie uns - WIR UNS AUCH NICHT!

Naturgemäß wird man als A/F auch gegenüber dem Mobbingbetroffenen aggressiv oder fordernd werden, weil man es schlicht selbst nicht mehr aushält, dass es so ist, wie es ist, und sich kaum was zu ändern scheint. 

ABER BITTE:

Verlagern Sie Ihre Wut dorthin, wo sie angebracht ist:

 

Nämlich:

  • Auf die Vorgesetzten der Firma
  • Auf den Betriebsrat der Firma, der nie eingeschritten ist
  • Auf die Kollegen, die brav mitgemobbt haben
  • Auf alle Verantwortlichen, die das Mobbingopfer ignoriert und abstempelt haben
  • Auf die Verantwortlichen der gesetzlichen ArbeitnehmerInnenvertretung, die seit 2008 unseres Wissens nach KEINE Initiative zum gesetzlichen Schutz vor Mobbing gesetzt haben, und für die wir jahre- oder jahrzehntelang Zwangsbeitrag einbezahlt haben 
  • Auf die Gesetzgebung, die nach wie vor keinen gesetzlichen Schutz vor Mobbing bietet
  • Auf die Gesetzgebung, die die befristete Pension abgeschafft hat, damit Mobbingopfer, die Job, Existenz und Gesundheit verloren haben, kaum mehr eine Chance auf Pensionerung haben, und im Alter von 45+ und psych. Einschränkungen wohl auch keine Stelle mehr finden werden - und für den Rest des Arbeitslebens zwischen PVA und AMS "rehabilitiert"  werden

 

und NICHT AUF DAS OPFER!!

 

HIER FINDEN SIE TIPPS ZUM UMGANG MIT DEM MOBBINGOPFER - DO & DON`Ts im Umgang mit depressiven Menschen bzw. psychisch beeinträchtigten oder belasteten Menschen.

 

Befürchten Sie, dass sich jemand etwas antut?

 

 

SUIZID-PRÄVENTION & HILFEN:

 

NOTRUF-NUMMERN

 

Kriseninterventionszentrum - ausführliche Infos - für Betroffene & Angeh./Freunde

 

WEIL - weiter im Leben: für suizidgefährdete junge Menschen --> Warnsignale

 

www.hilfe-in-der-krise.at:  

für Helfer      für Betroffene

 

 

 

Sie möchten, dass sich etwas ändert?

Dann setzen Sie ein Zeichen:

 

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Rufen Sie an: 0699.190 36 155 oder schreiben Sie uns:

shg-mobbing-graz@gmx-at.

 

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Kontoinhaberin: Eva Pichler, SHG Mobbing Graz

IBAN:               AT 3111 000 1488 11 631 00

BIC:                  BKAUATWW

 

 

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