GRAZIA 2013 - Ehrenpreis der Stadt Graz

Ehrenpreis der Stadt Graz: ein Preis gegen Gewalt 
„Gründung der Selbsthilfegruppe: "Mobbing und psychosozialer Stress am Arbeitsplatz"

www.deutscher-engagementpreis.de
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Wir freuen uns sehr, heuer wieder für den dt. Engagementpreis 2014 nominiert worden zu sein. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Großer Dank auch an alle Betroffenen, die uns ihr Vertrauen schenken!

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Unsere SHG wurde für den Deutschen Engagementpreis 2013 nominiert.

 

Im Zuge meines erlebten Mobbingprozesses machte ich die Erfahrung, dass es im Außen wenig Möglichkeiten gab, Hilfe und situatives Verständnis zu finden, auch eine SHG war nicht vorhanden. An dieser Stelle möchte ich meiner Therapeutin aufrichtig danken, die mich durch die gesamte Mobbingzeit stets verständisvoll & versiert begleitete, sie gabe mir die Kraft & den Mut, weiterzugehen. Jetzt, nach Jahren der Beschäftigung mit dem Thema, und der Erkenntnis, dass Mobbing & psychische Gewalt auf vielen Ebenen tabuisiert wird, habe ich die SHG-Mobbing ins Leben gerufen. Auch die Tatsache, dass eine Kollegin aus meiner eh. Firma weiterhin ungebremst über 9 Monate gemobbt wurde, der Betriebsrat ihr sagte, sie müsse es aushalten, so "schlimm kanns ja nicht sein", sie ist halt empfindlich, sie wird ja eh bald versetzt werden etc... trug zum Entschluss bei, mich aktiv gegen Mobbing und psychische Gewalt in Systemen zu engagieren, etwas gegen das Unrecht zu tun, und vor allem - Betroffene nicht allein zu lassen. Denn es sollte nicht Aufgabe jedes Einzelnen sein, sich alleine durchschlagen zu müssen, wenn es gemeinsam mit Erfahrung & Unterstützung einiges konstruktiver & leichter sein kann.

Sie sind herzlich willkommen.

 

 

Gruppentreffen / Kontaktaufnahme

 

TEILNAHME: Jede(r), der einer Konfliktsituation oder Diskriminierung am Arbeitsplatz ausgesetzt ist (oder war), die sein/ihr Wohlbefinden beeinträchtigt, und/oder der diese Situation als (subtilen) Angriff oder Diskriminierung empfindet.

 

Hinweis: Sie können gerne telefonisch oder per Mail (anonym) Kontakt zu uns aufnehmen, um "Ihre derzeitige Situation" zu reflektieren. Je früher man die bestehende Konfliktsituation bzw. den Mobbing-Prozess erkennt, desto größer sind die Chancen auf eine konstruktive Lösung.

 

ANONYMITÄT bleibt gewahrt (keine Einschreibung, Mitgliedschaft, Telefonlisten..).

 

DISKRETION für IHR Anliegen hat OBERSTE PRIORITÄT.

 

ANMELDUNG:        nicht erforderlich

 

ORT:                     Selbsthilfekontaktstelle Steiermark

                             Leechgasse 30, 8010 Graz

                             Gruppenraum 02 im 3. Stock

 

ZEIT:                    19.00 - 21.00 Uhr bzw. open end

 

INTERVALL:          14-tägig, nächste Treffen: 23.05., 06.06.,

                              20.06., 04.07., 18.07., 01.08., 15.08 (auch am Feiertag),

                              29.08., 12.09., 26.09., 10.10., 24.10., 07.11., 21.11.,    

                              05.12., 19.12.2014.

 

ANFAHRT:                Bus 39 und 63  Haltestelle "Uni Mensa"

                                Bus 41             Haltestelle "Strassoldogasse"      

                                Straßenbahn 1  Haltestelle "Lenaugasse"

                                Straßenbahn 7  Haltestelle "Merangasse"

                              

KONTAKT:              Tel: 0699.190 36 155 oder e-m@il: shg-mobbing-graz@gmx.at

FACEBOOK:           HIER sind wir auf Facebook zu finden!

 

KOSTEN:                keine (Möglichkeit einer freiwilligen Spende)

 

  • unser Austausch basiert auf Vertrauen 
  • Verunsicherungen und Ängste weichem dem Gefühl des Aufgehobenseins
  • wir treffen uns an einem geschützten Ort in respektvoller Atmosphäre
  • wir unterstützen uns gegenseitig & stärken uns durch unseren Zusammenhalt & unseren Erfahrungsaustausch

    Zu Ihrer Information: Unsere Selbsthilfegruppe richtet sich nach den Gruppenregeln der Kärtner Selbsthilfe - Dachverband für Selbsthilfe-organisationen (diese können hier angesehen oder downgeloadet werden).

 

 

(Für Mit-Betroffene, die einem Mobbingopfer beistehen - Angehörige, Partner, KollegInnen, FreundInnen - gibt es die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit uns, zur Terminvereinbarung für ein Gespräch vorab).

 

 

„Willst du etwas wissen,
so frage einen Erfahrenen

und keinen Gelehrten."
asiatisches Sprichwort

 

 

    

Sie sind verunsichert, weil Sie schon länger eine schwierige Situation am Arbeitsplatz haben?

 

Fragen Sie sich langsam, ob das jetzt wirklich schon "Mobbing" ist?

 

Es geht Ihnen immer schlechter, es fällt Ihnen schwer, zur Arbeit zu gehen, aber es ist nichts "Greifbares" passiert?

 

Sie können schwer abschalten,  es lässt Ihnen "keine Ruhe", was heute wieder vorgefallen ist?

 

Sie zweifeln an sich & Ihrer Wahrnehmung, weil Sie immer wieder von Ihrem Gegenüber hören, es ist doch "alles in bester Ordnung?".

 

Sie können sich nicht vorstellen, dass Sie Ihre Kollegin/Ihr Kollege wirklich mobbt, überhaupt, wo Sie sich schon (jahrelang) gut verstanden haben?

 

Zu realisieren, dass man gemobbt wird, kann lange dauern. Viele Mobbingbetroffene suchen in erster Linie einmal Erklärungen für die "neue" Situation bei sich selbst, in Ihrem (Arbeits-) Verhalten oder beim mobbenden Gegenüber. Dies hat weniger damit zu tun, dass man "eine lange Leitung" hat bzw. die Realität nicht "sehen will", sondern scheint auch ein Schutzmechanismus der Psyche zu sein (es ist weniger bedrohlich, selbst ein Teil des Problems zu sein & auf das Geschehen Einfluss nehmen zu können - als zu realisieren, dass man keine wie immer geartete "Kontrolle" oder Einwirkmöglichkeit mehr hat).

 

Die länger dauernde Phase des "Erkennens" ist erfahrungsgemäß bei allen "Erst-Mobbing-Betroffenen" vorhanden.

 

Oder:

 

  • Sie wissen, dass Sie gemobbt werden & kämpfen alleine dagegen an?
  • Sie glauben nicht, dass EINE Person im Betrieb es tatsächlich schaffen kann, dass es Sie ihren Job kostet?
  • Sie mobben zurück, sind aber immer unterlegen? Sie hassen den "Psychokrieg", wissen aber gleichzeitig, dass Sie mit fairen Mitteln NIE eine Chance hätten?
  • Ihre Vorgesetzten glauben Ihnen nicht, was vorgefallen ist & schätzen Sie als "überempfindlich" & labil ein?
  • Ihr(e) Vorgesetze(r) verhält sich Ihnen gegenüber abwertend, beschimpft  oder schikaniert Sie  oder belästigt Sie (sexuell)?
  • Sie wissen nicht, wie lange Sie das noch aushalten sollen?
  • Sie können nicht in den Krankenstand gehen, weil Sie fürchten, dadurch Ihre Arbeit zu verlieren?
  • Sie möchten keinesfalls in den Krankenstand gehen, weil Sie Angst haben, dass dann alle im Betrieb sagen: "Haben wir ja gleich gewusst, dass der/die psychisch nicht mehr ganz ist..!"

 

Oder:

 

Haben Sie ähnliche Sätze schon öfter gehört:

 

"Sei nicht so empfindlich."
"Kannst du nicht mal von was anderem reden?"
"Dein Kollege mag dich halt nicht, mach doch einfach deine Arbeit, und kümmere dich nicht drum..."

"Langsam kriegst du echt ´ne Paranoia... So was gibts ja nicht".
"Wenn du dich von Anfang an gewehrt hättest, wär' dir das nie passiert!"
"Dann kündige halt, wenn du es nicht aushältst. Ist ja nur ein Job..."

"Das ist ja wirklich lächerlich, dass sich zwei erwachsenen Menschen nicht einigen können."

"Zum Streiten gehören immer zwei".

 

All diese Aussagen kennzeichnen die "gängige" Opferbeschuldigungsdynamik, die beim Thema Mobbing VÖLLIG DEPLAZIERT ist, & meist von Menschen getätigt werden, die von Mobbingproblematik und -dynamik kein spezifisches Grundwissen haben. (Es ist bekannt, dass Mobbing in Betrieben stattfindet, die dies strukturell sehr begünstigen).

 

Diese und ähnliche Aussagen können jedoch wesentlich zur psychischen Verschlechterung des Gemobbten beitragen & verhindern oft, dass Sie sich neuerlich trauen, Hilfe zu suchen!

 

Es ist uns bewusst, dass Angelegenheiten dieser Art (Arbeitsstelle, Existenzgrund- lage, psychisches Befinden - gekoppelt mit Angst, dass jemand erfährt, dass Sie über ihren Dienstgeber sprechen) SEHR belastend sein können. Auch, wenn Sie einfach nur mal "darüber reden" wollen oder ein paar kleine Fragen haben, sind Sie gerne willkommen - Anonymität bleibt gewahrt!

 

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WAS KÖNNEN BETROFFENE GEGEN MOBBING TUN?

(abgesehen vom Führen eines genauen Mobbingtagebuchs?)

Siehe: www.workandpeople.eu - Kurzübersicht (AK Wien & NÖ)

 

Siehe auch SOFORTHILFEN im Register "für Betroffene"!

 

Anonymes Mobbing-Forum

Hier können Sie sich sofort anonym im Forum  von mobbing.net austauschen und finden auch sehr viele Beiträge im Archiv, die Ihnen helfen können!

kontaktieren Sie uns! Gerne auch anonym! 0699.190 36 155 oder shg-mobbing-graz@gmx.at

 

 

Presse / Interviews über/von SHG Mobbing Graz:

Ärzte Exklusiv: Hilflos ausgeliefert

Graz und Umgebung im Kampf gegen Mobbing.

Interview Solidarwerkstatt mit Gruppengründerin, Eva Pichler

Schüleranwalt Kurier Wien & SHG Mobbing: Das können Sie tun, wenn Ihr Kind gemobbt wird.

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STOPP BURN-OUT

Broschüre

frei zum Download

(UG – Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB)

 


Fürchtet nicht den Pfad der Wahrheit,
fürchtet den Mangel an Menschen,
die diesen gehen.
Robert Francis Kennedy